#21Tageungekocht – Meine 5 heilenden Früchte

Früchte

Bei uns gab es früher zuhause täglich einen Obstteller. Früchte sind gesund – das haben meine Eltern mir immer vermittelt. Für mich war Obst immer eher ein Snack, als eine richtige Mahlzeit. Ein Apfel am Nachmittag. Ein paar Beeren im Müsli. Melone, wenn es draußen heiß ist. Hätte ich damals geahnt, wie recht meine Eltern doch behalten sollten, hätte ich Früchte in dem Ausmaß, wie ich sie jetzt esse, vielleicht schon früher in mein Leben integriert.

Denn durch die #21Tageungekocht Challenge habe ich verstanden: Früchte sind nicht einfach nur gesund – sie sind Leben.

Seitdem ich auf Zucker verzichte, ist Obst mir ein Dorn im Auge. Ich hatte Angst vor zu viel Fruchtzucker und habe nur noch sehr wenig Obst gegessen. Früchte wie Trauben oder Banane nur in Maßen. Und dann lieber Gemüse. Keine Frage, Gemüse ist auch super gesund, aber heute muss ich gestehen, dass ich dem Obst unrecht getan habe. Ja, es steckt Fruchtzucker drin und ja, ich weiß, dass das gesunder Zucker ist, den unser Körper braucht. Aber ich habe die Heilkraft von Obst wirklich unterschätzt. Nicht nur durch meine Challenge, sondern auch durch das Buch Medical Food habe ich verstanden, wie wichtig Früchte für mich sind.

Heute möchte ich dir meine fünf Favoriten der heilenden Früchte vorstellen.

Äpfel

Einen Apfel zu essen ist für mich Hungerverschwendung, das hat eine Freundin mal gesagt. Und zugegebenermaßen fand ich Äpfel lange Zeit langweilig. Ich hab sie mir ins Oatmeal oder in den Salat geschnibbelt, aber einfach so als Snack habe ich den Apfel lange ignoriert. Zu Unrecht! Gerade rote Äpfel sind richtige Zauberkünstler. Sie regulieren den Blutzuckerspiegel und den Lymphfluss. Äpfel reinigen und entschlacken die Organe. Als das perfekte Detox-Obst! Äpfel sind super für die Verdauung, da das enthaltene Pektin alle Bösewichte im Darm bindet und ausleitet.

Gleichzeitig regenerieren Äpfel die Darmschleimhaut. Die roten Früchte sollen beruhigend wirken – für die nächste Prüfung oder den stressigen Job als unbedingt einen Apfel mitnehmen. Sie beruhigen nämlich nicht nur, sondern sind super für unser Gehirn. Studien haben herausgefunden, dass Menschen mit Alzheimer, die regelmäßig Äpfel und Apfelsaft konsumieren, eine deutliche Verbesserung der Gedächtnisleistung verzeichnen. Und die Früchte sind außerdem nach dem Sport zu empfehlen, da sie Elektrolyte und Mineralien enthalten, die dem Körper nach einem Workout genau das geben, was sie brauchen. Ich nehme also alles zurück, was ich je über den Apfel gesagt oder gedacht habe, denn an apple a day keeps the doctor away!

Beeren 

Ich liebe Beeren. Schon als Kind bin ich durch den Garten meiner Großeltern geschlichen und habe Johannisbeeren, Stachelbeeren, Erdbeeren und Himbeeren genascht. Der Geschmack war unbeschreiblich. Aber Beeren sind nicht nur köstlich, sondern sie sind voller Antioxidantien – das Wundermittel gegen freie Radikale. Sie sorgen dafür, dass wir langsamer altern und schützen uns vor Angreifern. Vor allem wilde Blaubeeren strotzen nur so vor Antioxidantien. Sie enthalten eine Vielzahl an Vitaminen, Mineralien und Spurenelemente und gehören gleichzeitig zu den zuckerärmeren Früchten. Beeren verbessern unsere Vitamin-B12-Verwertung und sollen sogar in der Lage sein Schäden im Gehirn wieder zu reparieren. Gleichzeitig sollen sie vor Krankheiten des Gehirns schützen. Beeren sind gut für die Herzgesundheit. Sie lösen Ablagerungen in Blutgefäßen und beugen so Arteriosklerose vor.

Auch für die Entgiftung sind Beeren ganz wunderbar, weil sie Schwermetalle aus dem Körper leiten können. Und das beste: Auch wenn Beeren süß schmecken, sind sie doch recht zuckerarm.Ich liebe ich es auch heute noch Beeren im Garten zu sammeln – das hat für mich etwas sehr heilsames und die Früchte schmecken immer ganz besonders, wenn man sie selbst gepflückt hat.

Hier gibt’s einen ganzen Podcast zu wilden Blaubeeren von Anthony William:

Melone
Melone

Kein Sommer ohne Melone! Egal ob Wassermelone, Honigmelone oder Cantaloupe – diese Früchte gehen bei mir immer. Ehrlich gesagt konnte ich mir nie vorstellen, dass in Melone wirklich viele Nährstoffe enthalten sind, weil sie ja größtenteils aus Wasser besteht. Aber da habe ich mich mal sowas von getäuscht. Vitamin A und C und viel Eisen stecken in der leckeren Frucht. Melone ist wie Feuchtigkeitscreme von Innen. Sie befeuchtet unsere Haut, reinigt sie und macht sie schön zart. Seitdem ich jetzt fast täglich Melone esse, merke ich regelrecht, wie meine Haut sich darüber freut. Gerade dadurch, dass Melone so viel Wasser enthält, ist sie außerdem sehr leicht verdaulich, sodass unser Körper keine Mühe hat, die Nährstoffe leicht zu absorbieren. Durch das Wasser werden Viren, Bakterien und Pilze aus dem Körper ausgeschwemmt. Ähnliches gilt übrigens auch für die Gurke.

Der hohe Elektrolytgehalt der Melone schützt unser Nervensystem – vor allem wenn wir Stress haben. Da ich meistens zu wenig trinke, kann ich das mit Melone sehr gut ausgleichen. Das Wasser in der Melone ist unserem Blut sehr ähnlich und kann unseren Wasserhaushalt sehr gut unterstützen.  Das enthaltene Silizium ist super für Knochen, Zähne und das Bindegewebe. Die Melone ist also keineswegs einfach nur ein erfrischender Snack, sondern für mich mittlerweile eine vollwertige Mahlzeit.

Orangen

Orangen habe ich immer gleichgesetzt mit Vitamin C. Nun, das enthalten sie auch en masse. Vitamin C ist für unseren Körper unerlässlich. Es repariert die Blutgefäße und unterstützt unser Immunsystem. Aber die Orange kann noch mehr. Sie enthält nämlich viel Kalzium. Während alle immer Angst um ihren Zahnschmelz haben, wenn sie Orangen essen, versorgt diese uns währenddessen mit Kalzium und baut unsere Zähne sogar auf. Die unbeliebte Säure in der Orange schützt vor Nieren- und Gallensteinen. In der #21Tageungekocht Challenge nutze ich die Früchte vor allem in Smoothies oder mit Kräutern gemixt als ölfreies Salatdressing. Ich presse die Orange allerdings nie aus, sondern nutze die ganze Frucht.

Trauben

Die Traube und ich standen sehr lange auf Kriegsfuß – viel zu viel Fruchtzucker! Ich habe euch ja bereits gesagt, dass ich diesen fatalen Glaubenssatz für mich erstmal korrigieren muss. Seit der #21Tageungekocht Challenge habe ich mich an die Traube wieder rangewagt und genieße diese kleinen leckeren Früchte in vollen Zügen. Weintrauben sind super zur Reinigung von Nieren und Leber. Gerade die Traubenschale bekämpft Parasiten und Pilze in unserem Darm und zeigt ihnen den Ausgang. Vor allem rote Weintrauben enthalten viele Flavonoide, die Radikale einfangen und Viren bekämpfen. Durch den Fruchtzucker sind Trauben natürliche der perfekte Energielieferant – das perfekte Obst für die Arbeit.

Ich lege viel Wert darauf, nur Trauben mit Kernen zu kaufen, da kernlose Trauben überzüchtet sind und in den Kernen stecken wahre Wundermittel. Auch bekannt als OPC (Oligomere Proanthocyanidine). Der Traubenkernextrakt ist momentan – zurecht – in aller Munde. Ihm werden viele heilende Eigenschaften zugesprochen, egal ob für die Haut, die Augen, die Nerven oder als Schmerzmittel. OPC gehört zu den Polyphenolen, also den sekundären Pflanzenstoffen und soll das stärkste Antioxidant der Welt sein. Ich habe OPC bisher nur als Nahrungsergänzungsmittel (Die komplette Liste findest du hier) zu mir genommen, aber esse jetzt regelmäßig Trauben mit Kernen und nehme so immer eine Extraportion OPC zu mir. In Kernen stecken oft viel mehr Nährstoffe als in der Frucht selbst. Das gilt allerdings nicht für alle Früchte – manche Kerne können sogar giftig sein. Bei der Traube bleibe ich allerdings dabei: immer mit Kern!

Natürlich gibt es noch viele andere tolle Früchte. Ich liebe Mangos, Papaya, Bananen, Birnen, Kiwis – jede einzelne hat eine Heilwirkung für unseren Körper. Das hat die Natur so vorgesehen. Die fünf Früchte, die ich euch vorgestellt habe, sind während der Challenge meine Favoriten geworden. Obst hat für mich einen ganz neuen Stellenwert bekommen. Es tut so viel für meinen Körper und es wär viel zu schade, es nur nebenbei zu essen. Früchte sind Leben.

An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen.

Disclaimer: Ich bin keine Ärztin oder Therapeutin. Ich gebe weder Empfehlungen für die Durchführung von therapeutischen Maßnahmen, noch empfehle ich die Einnahme von Mitteln oder Substanzen .Ich verordne keine Behandlungen und gebe keine Heilversprechen oder Heilaussagen ab. Bei gesundheitlichen Beschwerden sollte stets ein Arzt aufgesucht werden. Vor der Einnahme von jeglichen Mitteln empfehle ich einen Arzt oder Apotheker zu konsultieren.

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