#21Tageungekocht – Wie ist das mit dem Blähbauch?

Blähbauch

Das ist wohl die Frage, die mir seit der #21Tageungekocht Challenge am häufigsten gestellt wird und wurde: Bekommst du davon keinen Blähbauch? Ganz ehrlich, die Sorge hatte ich vor der Challenge auch. Denn wer kennt das nicht: Ein Salat am Abend und schon fängt es an zu rumoren. Andererseits habe ich mich schon immer gefragt, warum ich Rohkost manchmal gut vertrage und dann auch wieder nicht. Schließlich ist rohes Obst und Gemüse doch das natürlichste, was man essen kann.

Woher kommt so ein Blähbauch überhaupt?

Ehrlicherweise muss ich dir sagen, dass es dafür verschiedene Gründe geben kann. Bei manchen hilft es schon die Reihenfolge der Lebensmittel anzupassen. Denn es ist so: Wenn du zuerst etwas isst, das lange zum Verdauen braucht und dann frisches Obst, das richtig schnell durchflutscht, dann wird das Obst ausgebremst. Es liegt oben auf dem Brot, Reis oder den Hülsenfrüchten drauf. Und vor allem Fleisch braucht sehr lange, um verdaut zu werden. Und während das Obst da so liegt, fängt es langsam an zu gären. Das Ergebnis ist ein aufgeblähter Bauch.

Ähnlich verhält es sich mit rohem Gemüse, das länger zum Verdauen braucht. Zum Beispiel Möhren, Zucchini oder Kohl. Sie liegen länger im Magen und Darm und fangen dann auch an zu gären. Aus diesem Grund lasse ich genau diese Gemüsesorten während der #21Tageungekocht Challenge weg.

Ein anderer Grund für deinen Blähbauch kann ein gestörter Darmtrakt sein. Wir haben zwischen 75 und 125 Billionen Bakterien im Darm, die die sich die ganze Zeit darum kümmern, das alles fein verdaut wird. Gleichzeitig sind so viele Bakterien aber auch der ideale Nährboden für viele verschiedene Krankheiten. Und die kommen, wenn das Milieu kippt, beispielsweise durch zu viel säurebildendes Essen wie Fleisch oder Milchprodukte, aber auch durch Stress und Umwelteinflüsse. Ist das Darmmilieu gestört, ist das ein gefundenes Fressen für Schimmel- oder Hefepilze sowie Parasiten. Die Folge können Entzündungen, Infektionen oder Lebensmittelallergien sein.

Um den Darm zu entlasten, kann man beispielsweise Heilfasten oder eine Saftkur einlegen. Wenn er nämlich endlich mal Ferien machen darf, hat er Zeit sich ein bisschen zu regenerieren. Aber je nachdem wie schwerwiegend die Entzündungen oder Störungen im Magen und Darm sind, reicht so eine Pause nicht unbedingt aus. Ich kann nur empfehlen, sich mit seiner Darmgesundheit auseinander zu setzen. Zum Beispiel mit folgenden Büchern Darm mit Charme und Warum nur die Natur uns heilen kann.

In seinem Buch Mediale Medizin weist Anthony William daraufhin, dass Verdauungsbeschwerden auch auf mangelnde Salzsäure im Magen zurückzuführen sind. Sie ist essentiell für die Verdauung. Und da kommt ein alter Bekannter wieder ins Spiel: Der Selleriesaft. Er soll in Sachen Verdauung Wunder wirken, da er dem Magen hilft wieder mehr Salzsäure zu produzieren. Und ja, ich werde die Sache mit dem Selleriesaft jetzt auch wieder angehen und ggf. mit Wasser mischen, damit er nicht so stark ist.

Welche Obst- und Gemüsesorten sind gut verdaulich?

Ich habe dir weiter oben schon verraten, dass ich Möhren, Kohl und Zucchini roh meide. Aber auch Kohlrabi, Paprika, Süßkartoffel und Aubergine esse ich momentan nicht roh. Dafür gibt es aber reichlich andere Dinge, die ich zuhauf esse und gut vertrage. Allen voran Melone und Gurke. Die beiden enthalten einfach so viel Wasser, dass sie die Zellen perfekt mit Feuchtigkeit versorgen. Die Melone wirkt auf den Körper wie vorverdaut, sodass er sich einfach nur noch die Vitamine und Mineralien herausziehen muss und keine große Arbeit hat.

Auch Beeren, Aprikosen, Nektarinen, Banane, Äpfel, Mango, Trauben, Birnen, Datteln und Orangen kann ich ohne Probleme essen. Bei Gemüse gehen außerdem Salat, Tomaten, Spinat und bald dann auch mal wieder Sellerie. Zwiebeln und Knoblauch esse ich in Maßen. Dafür reichlich Sprossen und Microgreens.

Ich esse außerdem ungeschwefeltes Trockenobst, wie Datteln, Aprikosen, Mango oder Papaya – unbedingt drauf achten, dass sie nicht gesüßt sind oder mit Sonnenblumenöl bearbeitet. Das ist vor allem bei Cranberrys oft so. Ich vertrage Trockenobst gut. Da aber dabei offensichtlich das Wasser aus den Früchten entzogen wurde, würde ich es auch nicht unbedingt mit frischem Obst mischen.

Ich probiere jeden Tag aufs Neue mit den Lebensmitteln rum. Mittlerweile weiß ich aber ganz gut, was ich gut essen kann und was ich lieber nur mäßig esse. Deshalb kann ich dir auch nur raten, es für dich ganz persönlich auszuprobieren und keine Angst vor einem Blähbauch zu haben. Wenn du nicht ausschließlich Rohkost isst, dann achte darauf, dass du beispielsweise den Beilagensalat vor der Hauptmahlzeit isst oder das Obst am Nachmittag nicht nach einem Stück Kuchen.

Mit ein paar Tricks und eigenen Experimenten habe ich den Blähbauch ganz gut abwenden können, was aber nicht heißen soll, dass ich davon niemals betroffen bin. Dann wiederum weiß ich, was ich am nächsten Tag am besten anders mache. Schuld ist in jedem Fall nicht die Rohkost.

Hippocrates

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