Tag 22 – Endspurt

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War das eine aufregende Woche! 22 Tage ohne Zucker – und fünf Kilo leichter. Aber nicht nur das gibt mir ein gutes Gefühl, sondern generell fühle ich mich fitter und klarer im Kopf. In dieser Woche habe ich ziemlich viel für mich gelernt.

als-glu%cc%88ckshormone-werden-mehrere-botenstoffe-bezeichnet-die-eine-positive-auswirkung-auf-das-ko%cc%88rperbefinden-haben-serotonin-dopamin-und-endorphine-sollen-schmerzen-lindern-entspannungsIch habe endlich verstanden, dass man sich nicht mit Essen dafür belohnen kann, dass man sich mal eine Zeit lang gesund ernährt hat. Auch wenn unser Gehirn uns immer wieder anbettelt. Die Glückshormone müssen sich jetzt leider umorientieren. Statt Schokolade heißt es seit letzter Woche Sport.

Nein, ich bin noch kein richtiges Sporty Spice – aber stets bemüht. Bisher habe ich alle Workouts mit Bravour gemeistert – also bis auf die Push-ups, ich geb’s zu! Was ich aber auch zugeben muss – sooo schlecht ist das Gefühl doch nicht. Obwohl ich auf Muskelkater gut verzichten könnte, aber dann weiß man wenigstens, dass man was gemacht hat. Das Geheimnis bei meinem Sportprogramm ist, dass ich mich nicht unter february-05-%e2%80%a2-nfl-stadiumDruck setze, so wie ich es mit Sport sonst immer getan habe. Nein, dieses Mal setze ich mir realistische Ziele – ich muss nicht jeden Tag stundenlang trainieren, um Ergebnisse zu sehen.

Eins der wichtigsten Themen, mit dem ich mich letzte Woche aber beschäftigt habe, war Insulin. Klar habe ich vorher schon von Diabetes und Insulin gehört, aber ehrlich gesagt wusste ich nie, was es damit wirklich auf sich hat. Nach intensiver Recherche, habe ich, endlich verstanden, warum Insulin so wichtig für unseren Körper ist.

Eine andere Sache, die ich lange nicht verstanden habe, war der Verzicht auf Weißmehl. Für mich war Mehl immer ein natürliches Produkt – gemahlenes Getreide halt. carry-out-a-random-act-of-kindness-with-no-expectation-of-reward-safe-in-the-knowledge-that-one-day-someone-might-do-the-same-for-youDass Weißmehl aber eben so isoliert, wie Zucker, in unseren Körper gelangt und einfach in Zucker umgewandelt wird, war mir neu und hat mich echt geschockt. Deshalb gab es auch über Mehl einen ganzen Beitrag. Seitdem vermeide ich auch Weißmehl auf meinem Speiseplan. Ich muss aber dazu sagen, dass ich zuhause sowieso nur Dinkelmehl habe und momentan ja eher selten beim Bäcker bin. Und wenn ich backe, dann sind das höchstens mal Waffeln oder Pancakes -aber auch die sind momentan für mich tabu. Sobald ich Lust auf etwas Süßes habe oder was zu Knabbern will, dann greife ich tatsächlich immer zu Obst oder Mandeln. Das hilft mir bisher ganz gut über meine Gelüste hinweg.

Denn mein primäres Ziel ist es eben meine Zunge wieder an ein natürliches Süßgefühl zu gewöhnen. Ich will nämlich gar keinen Ersatz oder ein vermeintlich gesünderes Süßungsmittel benutzen, um Zucker zu substituieren. Oft wird uns vermittelt, dass man durch Süßstoffe abnehmen kann oder Zuckeraustauschstoffe gesund seien. happy-birthday-louiseDas hat mich zweifeln lassen und deshalb habe ich diese Produkte gestern mal unter die Lupe genommen. In einer Facebookgruppe hat mein Beitrag eine ordentliche Diskussion ausgelöst, ob Süßstoff den Insulinspiegel wirklich ansteigen lassen kann. Da ich keine Medizinerin bin, die selber Studien durchführen kann, berufen sich meine Texte natürlich auf schon vorhandene Studien. Ob diese von der Zuckerindustrie finanziert wurden, um Süßungsmittel zu verunglimpfen, kann ich nur schlecht nachvollziehen. Alle Studien sollten aber generell immer kritisch betrachtet werden. Ich fasse hier lediglich Informationen kompakt zusammen, die ich ebenfalls immer hinterfrage. Diese Diskussion zeigt noch einmal ganz klar auf, dass das Thema kognitive Dissonanz niemals genug Beachtung finden kann. Mein Ansatz ist immer ein wissenschaftlicher. Ich betreibe klassische Literaturrecherche und daraus folgt die Gegenüberstellung von Hypothesen, Theorien und Studien. Meine Arbeit ist danach beendet und ab hier gilt Selbstverantwortung.

Um nicht immer nur negativ über Zucker zu reden, habe ich mir Ende letzter Woche überlegt, was wir mit dem noch übrig gebliebenen Zucker anstellen können. Und da ich ein großer Fan von selbstgemachter Kosmetik bin, habe ich mich am Wochenende erstmal mit einem Olivenöl-Zucker-Peeling abgerubbelt. Dafür ist er nämlich wirklich praktisch, der böse Zucker. Und Challengerin Toni hat das Sugaring ausprobiert. Ganz so gut hat es wohl nicht geklappt – und schmerzhaft war es auch. Ich überlege mir das dann nochmal 😉

Heute wurde ich auf der Arbeit noch einmal richtig getestet – so viel Kuchen und Weingummi überall. Und tausend Mal wurde ich gefragt, ob ich nicht doch ein Stück will und wie schlimm es für mich sein muss, dass ich das jetzt nicht essen kann. Meine Antwort:

Ich kann ein Stück Kuchen essen, aber ich will nicht!

 

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