TAG 25 / Updates verfügbar! Neustart?

Tag25Tag 25. Ich bin immer noch stinksauer. Nachdem mein Mizellenreinigungswasser gestern im Müll gelandet ist, kann ich nicht aufhören die restlichen Produkte in meinem Badezimmer zu checken – und das sind viele. Verschiedene Make-ups, Abdeckstifte, Lidschatten, Kajalstifte, Eyliner, Wimperntuschen. Cremes, Cremes, Cremes. Für alles mögliche. Von den Augen, über die Lippen, zu den Nägeln bis runter zu den Füßen. Eine für tagsüber, eine für Nachts. Ich besitze unfassbar viele Haarprodukte. Zum Glätten, für Locken, Volumen, für den Haaransatz, Öle, Sprays.

Und während ich mir alle Produkte ansehe, frage ich mich erstens: wann hab ich das alles zum letzten Mal benutzt und warum hab ich das überhaupt gekauft? Es gibt Sprays und Cremes, die ich vielleicht zwei Mal benutzt habe. Nur weil die Verpackung so süß war? Oder die Versprechen so gut klangen? Egal was ich einscanne; immer wieder stecken Hormone, Tenside, Parabene oder andere gruselige Chemikalien drin. Ein Produkt nach dem anderen landet im Abfalleimer.

Endlich mehr Platz. Aber als kaum noch was im Regal steht, wird mir plötzlich bewusst: Moment mal, was hab ich überhaupt noch? Was kann ich eigentlich noch benutzen? Was soll ich kaufen? Werde ich überhaupt Produkte finden, die frei von all dem Gift sind?

Ich bin verunsichert. Und dann setze ich mich hin und fange an zu überlegen. Was brauche ich wirklich? Ich will meine Haare, den Körper und die Zähne waschen. Brauche Deo und und Cremes oder Öle für das Gesicht und den Körper. Alles darüber hinaus wären Dinge, die nicht unbedingt notwendig wären. Wie eben Schminke oder Haarpflege- und Stylingprodukte. Es muss doch Produkte geben, die ich benutzen kann, ohne dass sie meine Haut negativ beeinflussen. Denn ich brauche meine Haut – sie ist schließlich das größte Organ, das ich besitze.

Und dann wird mir klar, dass ich jahrelang einen Denkfehler gemacht habe. Ernähre ich mich doch seit geraumer Zeit möglichst gesund. Dauernd grüne Smoothies. Chiasamen, Spirulinapulver, Gojibeeren. Versuche auf Zucker zu verzichten und genug Wasser ohne Kohlensäure zu trinken. Alles was ich mir zuführe, wird erstmal unter die Lupe genommen. Warum ist es mir dann egal, was ich mir ins Gesicht schmiere? Wieso habe ich Kosmetikartikel nie hinterfragt? Weil sie mir versprochen haben, meine Haut gesund zu machen? So frech ist ja nicht mal McDonald’s!2016-07-28-PHOTO-00011287

In diesem Augenblick habe ich gemerkt, dass es Zeit ist Verantwortung zu übernehmen. Für mich. Denn nur ich kann das. Diese Verantwortung wird mir niemand abnehmen. Ich muss auf mich und meinen Körper aufpassen. Wenn ich ihn vergifte, dann bekomme ich irgendwann die Quittung dafür – und die kommt meistens in Form einer Arztrechnung.

Als ich das verstanden habe, ist die Verunsicherung verschwunden. Ich habe mich eher darüber gefreut, dass ich jetzt die Möglichkeit habe, den Reset-Knopf zu drücken und noch einmal von vorne anzufangen.

Jede Krise ist eine Chance- und ich nutze jetzt den Neustart!

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