O du Gestresste – Kleine Geschenke zu Weihnachten

Ich kann nicht glauben, dass diese Woche wirklich schon Weihnachten ist und 2017 sich dem Ende neigt. In mir schlummert so ein Noch-nicht-fertig-Gefühl, was wahrscheinlich auch damit zusammenhängt, dass ich geschenkemäßig noch völlig am Anfang stehe. Wenn ich keine fabelhafte Geschenkidee habe, dann ist die Vorweihnachtszeit für mich absoluter Stress – dabei soll es doch eigentlich besinnlich zugehen?! Deshalb habe ich mir überlegt dieses Jahr einiges selber zu machen. Das ist nicht nur nachhaltig, sondern auch viel persönlicher. Was ich genau bastle, kann ich natürlich nicht verraten, weil die Beschenkten möglicherweise mitlesen. Ein paar Inspirationen habe ich trotzdem.

Zerowaste-Frischhaltefolie

Ich durfte dieses Jahr beim nachhaltigen Adventskalender von Fairlieben mitmachen und das 10. Türchen füllen. Und da ich es gerne praktisch mag, gab es von mir ein 2-in-1-Geschenk: Nachhaltiges Geschenkpapier, das nach dem Auspacken als Zerowaste-Frischhaltefolie verwendet werden kann. Zugegeben, die Idee kommt von meiner Mama, denn diese wunderbare nachhaltige Frischhaltefolie hat sie mir zum Geburtstag gebastelt. Aber ich finde die Dinger so genial, dass ich die Idee unbedingt mit euch teilen muss.

Ihr braucht:

  • Stoff (zum Beispiel Opas altes Hemd)
  • Bienenwachs
  • ein Bügeleisen
  • Backpapier

Und so geht’s:

Den Stoff in der beliebigen Größe zurecht schneiden. Bienenwachs drauf bröckeln, das Backpapier drauflegen und bügeln. Genauso dann nochmal von der anderen Seite – das Backpapier erst abziehen, wenn das Ganze abgekühlt ist. Fertig!

Keine Geschenkpapierverschwendung mehr und trotzdem kann man die Überraschungen einpacken. Meine Mama hat mir die Zerowaste-Frischhaltefolie in verschiedenen Größen gebastelt und sie funktioniert wirklich toll.

Auf dem Instagram-Kanal von Fairlieben findet ihr hinter den anderen Türchen noch mehr nachhaltige Ideen.

Selbstgemachte Energyballs

Bleiben wir doch gleich beim Selbermachen. Wie wäre es mit zuckerfreien, einfachen, süßen Leckereien? Dann probier doch mal Energyballs selber zu machen. Du brauchst einfach nur Datteln oder Feigen, verschiedene Nüsse und Samen und ein paar Gewürze wie Zimt, Kurkuma, Kardamon oder Vanille – auch Matcha oder Gerstengras schmecken gut. Das ganze mixen, bis es nur noch ein bisschen grob ist und dann Kugeln formen. Achte darauf, dass du immer mehr Trockenfrüchte als Nüsse verwendest, damit es gut klebt. Geht super fix und schmeckt fantastisch!

Mein Favorit: Datteln, Cashewnüsse und Sesam mit einer Prise Zimt.

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Pralinen, Shirts, Gemälde, Socken, Musik, Kalender – ich finde selbstgemachte Dinge super, kann aber auch verstehen, wenn man kein Talent, keine Lust oder keine Zeit dafür hat. Wer trotzdem etwas Selbstgemachtes zu Weihnachten verschenken mag, der kann bei den Mädels von Bringsl mal vorbeischauen. Tamara und Gita aus Köln haben vor zwei Wochen ihren Online-Concept-Store gelauncht, in dem es lauter Leckereien von Kölner Produzenten gibt. Von der zuckerfreien Dattelschokocreme, bis hin zu leckeren Fermenten von der lieben Nu. Aber auch Pestos, Chutneys und Würzpasten findet ihr bei Bringsl. Noch ist das Sortiment recht klein, aber die Mädels haben ja auch gerade erst angefangen. Alles wird in Köln und Umgebung mit viel Liebe hergestellt. Ist doch also fast wie selbstgemacht und man unterstützt lokale Produzenten. Und in dem Shop zu Stöbern lohnt sich übrigens auch noch nach Weihnachten.

Hier geht’s zu meinem Favoriten. Aber Vorsicht – Suchtgefahr!

ZeitstattZeug

Auch wenn es banal klingt, ist doch das Schönste, was man einem geliebtem Menschen schenken kann: Zeit. Immer wieder erwische ich mich dabei, wie ich Termine zum Telefonieren mache oder eine Verabredung im nächsten Monat plane, weil die Zeit es manchmal einfach nicht anders zulässt. Das ist traurig und deshalb finde ich das Projekt Zeit statt Zeug eine ziemlich coole Idee. Warum nicht mal einen Kochabend in der eigenen Küche an die Freunde zu Weihnachten verschenken oder jemanden etwas beibringen, was man selber gut kann?

In einem schleichenden Prozess sind wir an einem Punkt angekommen, an dem wir hunderte von Euro ausgeben, für Dinge, die eigentlich keiner gebrauchen kann – nur, damit man eben irgendwas schenkt. Wenn jemand einen Wunsch hat – perfekt! Wenn ich jemandem eine Freude machen will, dann ist das keine Frage von viel Geld. Denn Geld für Dinge ausgeben kann jeder selbst – wichtiger ist doch, dass ein Geschenk von Herzen kommt. Dass es eben nichts x-beliebiges ist. Denn wenn wir unseren Weihnachtswahnsinn wieder in den Griff bekommen, dann ist Schluss mit überfüllten Straßen im Dezember, Schluss mit überarbeiteten Paketboten und Schluss mit Frust unterm Weihnachtsbaum.

Stanislaw Jerzy Lec

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