Ethletic: Der nächste Schritt zur Nachhaltigkeit – mit Gewinnspiel

Ethletic 1

Fair Fashion ist so kompliziert, ich weiß gar nicht, wo ich da anfangen soll – den Satz habe ich jetzt schon öfter gehört. Dass ein nachhaltiger Kleiderschrank gar nicht so wahnsinnig schwer sein muss, hat euch Jess vor ein paar Tagen hier schon bewiesen. Warum dann nicht mit einem einfachen Fair Fashion Piece anfangen: Schuhe!

Als ich das #wasserzeichen Gewinnspiel der Ö gewonnen habe, habe ich unter anderem Schuhe von Ethletic geschenkt bekommen. Und als ich das Paket geöffnet habe, musste ich schmunzeln, denn in meinem Kopf habe ich mir ausgemalt, dass nachhaltige und vegane Schuhe nicht cool aussehen können. Die Sneaker von Ethletic haben mich da schnell eines besseren belehrt. Sie sehen toll aus, sind bequem, fair und bezahlbar – das hat mich neugierig gemacht.

Wo wird der Schuh hergestellt, wie werden die Arbeiter behandelt und warum kriegen das die großen Firmen nicht hin?

Die Sneaker von Ethletic bestehen aus Naturkautschuk und Bio-Baumwolle. Bei Baumwolle gehen bei mir sofort die Alarmglocken los. Habe ich doch schon so viele Berichte gelesen, wie Baumwollbauern weltweit für den Rohstoff ausgebeutet werden. Wie sie dazu gedrängt werden genmanipuliertes Saatgut zu verwenden und sich damit ihre ganzen Felder verseuchen. Und am Ende selber dadurch krank werden. Die Bio-Baumwolle für den Ethletic-Schuh wird in Südindien angebaut. Die Bauern verzichten auf chemischen Dünger, Genmanipulation und Pestizide und die Plantagen sind außerdem FLO-zertifiziert (Fairtrade Labelling Organizations International). Aber nicht nur der Anbau ist nachhaltig, sondern auch die Erträge werden laut Ethletic fair bezahlt und die Weiterverarbeitung der Baumwolle erfolgt in fairtrade-zertifizierten Betrieben in Indien.

Ethletic 2

Hast du dich je gefragt, wie Schuhsohlen hergestellt werden? Ich wusste das ehrlich gesagt nicht. Für die Sohle der Ethletic-Schuhe wird Naturkautschuk verwendet. Und das funktioniert so: Latexmilch wird per Hand aus dem Gummibaum gewonnen. Mischt man diese mit Säure, dann entsteht Kautschuk. Aus diesem Kautschuk wird das Wasser herausgepresst und es entsteht die Grundlage für die Schuhsohle. Die flüssige Latexmilch wird bei Ethletic außerdem als Kleber verwendet, der die Schuhe zusammenhält. Ethletic bekommt den Naturkautschuk aus Sri Lanka. Dort gibt es die weltweit ersten FSC-zertifizierten Kautschukplantagen. Das bedeutet, dass die ökologischen Funktionen eines Waldes erhalten bleiben müssen. Bedrohte Tiere und Pflanzenarten werden geschützt und die Rechte der Einwohner und Arbeitnehmer gesichert. Naturgummi ist außerdem biologisch abbaubar.

Ethletic hat sich außerdem dazu verpflichtet, zu jeder regulären Bestellung von Rohstoffen oder Produkten einen zusätzlichen Beitrag zur Förderung sozialer Projekte der Plantagenarbeitern zu leisten. Pro geerntetem Kautschuk zahlen sie zusätzlich 0,50 Euro. Von diesem Geld kann die Gemeinschaft Kleinprojekte wie zum Beispiel den Bau einer kleinen Brücke oder die Einrichtung eines kleinen Konsumladens umgesetzt werden.

Gerade nach meiner Reise durch Indonesien ist das ein Thema, mit dem ich mich in Zukunft mehr beschäftigen möchte. Noch nie habe ich so viel Plastikmüll in der Natur gesehen – Zeit nachhaltiger durch die Welt zu gehen!

Wie fair werden die Arbeiter behandelt?

Während unsere Welt technologisch so viele Fortschritte macht, habe ich oft das Gefühl, dass wir menschlich wieder viele Schritte zurück gegangen sind. Ganz nach dem Motto: Was ich nicht mitkriege, interessiert mich nicht. Dadurch hat sich jahrelang kaum einer dafür interessiert, wer für unseren unersättlichen Konsum aufkommt. Doch da immer mehr Dokus und Artikel die Wahrheit aufdecken, kann keiner mehr behaupten, er wisse nicht, dass Menschen für die Herstellung unsere Kleidung ausgebeutet werden. Das fängt an bei einem zu geringen Lohn und hört bei lebensgefährlichen Arbeitsbedingungen durch giftige Chemikalien auf.

Wie macht das also Ethletic? Alle Arbeiter in den Nähereien sowie auf den Plantagen erhalten einen festgelegten Mindestpreis – wie hoch der ist, ist allerdings nicht ersichtlich. Zusätzlich gibt es ein Prämiensystem – das Geld wird für soziale Maßnahmen eingesetzt, wie Krankenversicherungen, Arztbesuche, Krankenhausaufenthalte, Schulmaterial für die Kinder und Trinkwasseranlagen.

Warum werden nicht mehr Schuhe nachhaltig produziert?

Klar, über diese Frage kann ich nur mutmaßen. Genau wie über die Fragen, warum Menschen Plastik ins Meer werfen, Massentierhaltung dulden oder das ständige Bedürfnis haben, sich mehr Neues zu kaufen, als sie tragen können. Am Ende haben wir Konsumenten die Macht und wenn keiner von uns mehr Fast Fashion kauft, dann wird es auch keine Fast Fashion mehr geben. Und ja, es ist ein Teufelskreis, denn man könnte auch damit argumentieren, dass die Firmen die Verantwortung für die Produktion tragen. Das ist wahr, aber ich bin nur für mein alleiniges Handeln verantwortlich und kann auch nur das ändern. Und wenn ich möchte, dass Menschen auf der ganzen Welt gut behandelt werden, dann muss ich bei meinem Konsum anfangen. Und dann wird Mode vielleicht irgendwann weltweit fair produziert und ist für jeden bezahlbar – möglich wäre es allemal! Fair Fashion ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Auch wenn der Weg zum Ziel noch weit ist.

Ethletic 3

Und wenn auch du den nächsten Schritt zu einem nachhaltigen Leben gehen willst, dann mach bei meinem Ethletic Gewinnspiel mit und staub dieses Paar Black Cap in Oceanblue ab. Das Einzige, was du tun musst: Verrate mir, warum ausgerechnet du die Sneaker gewinnen solltest. Einsendeschluss ist Dienstag 20:00 Uhr.

Das Gewinnspiel ist beendet – der Gewinner bekommt Bescheid. Danke fürs Mitmachen!

In freundlicher Zusammenarbeit mit Ethletic.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.