RECAP – Woche #1 nach #30TageohneZucker

woche1Und dann kam der erste Tag nach der Challenge. Und mit ihm gleichzeitig meine Angst in ein Loch zu fallen. Die Angst die Kontrolle zu verlieren. Die Angst die ganze Sache nicht mehr so ernst zu nehmen, jetzt wo es keiner mehr mitkriegt. Und im gleichen Moment wurde mir bewusst, dass dieser Gedanke absurd ist. Denn auch in den 30 Tagen im Januar hätte ich schummeln können, wenn ich gewollt hätte, aber ich wollte nicht. Und ich will immer noch nicht. Denn das Körpergefühl, das ich momentan habe, möchte ich nie wieder missen. Ich fühle mich leicht, frei und rundum gesünder. Ich habe keinen Heißhunger, kein Verlangen nach Süßem und durch den Sport fühle ich mich von Zeit zu Zeit fitter. Trotzdem war die erste Woche danach nochmal eine Herausforderung für mich.bananaaramaVor der Challenge habe ich mein Oatmeal stets mit Bananen gegessen. Doch am Anfang der Challenge hat mich Mitstreiterin Valentina darauf aufmerksam gemacht, dass Bananen schon ziemlich viel Fruchtzucker enthalten und mich diese Süße triggern könnte bzw. dass ich so meinen süßen Zahn nicht los werde. Und so habe ich mich kurzerhand entschlossen sowohl Bananen, als auch Datteln für die Zeit von meinem Ernährungsplan zu streichen. Als ich letzte Woche einkaufen war, lagen sie da, die sattgelben Bananen und ich war neugierig, ob ich sie jetzt einfach essen konnte, ohne sofort wieder rückfällig zu werden. Als ich mir am nächsten Morgen mein Oatmeal zubereitet habe, habe ich aus alter Gewohnheit gleich eine ganze, nicht überreife, Banane mit reingemischt. Und mit dem ersten Löffel kam der Schock – der Zuckerschock! Mein Haferbrei war so unfassbar süß, dass ich kurz dachte, ich hätte aus Versehen eine halbe Flasche Agavendicksaft hineingekippt. So schmeckt Banane? So süß? Ich nahm den nächsten Löffel. Unfassbar. Konnten sich die Geschmacksknospen in nur so kurzer Zeit verändern? Ja, offensichtlich.

Meine Oma erzählt gerne die Geschichte, wie sie damals im Krieg mit 10 Jahren ihre erste Banane gegessen hat – und der Geschmack war unglaublich. Oma, I feel you!alkoholDas singt Herbert Grönemeyer in seinem Lied Alkohol. Und dieses Drahtseil ist ziemlich dünn. So habe ich letzte Woche verneint, als eine Freundin mich fragte, ob sie ein Fläschchen Wein mitbringen soll. Bei mir gibt’s momentan nur Wasser und Tee – sorry! Und auch, wenn das für die besagte Freundin kein Ding war, frage ich mich auch selbst, wie ich mit dem Thema Alkohol in Zukunft umgehen will. Denn der Februar hat es in sich. Zwei Geburtstagseinladungen an einem Wochenende und dann ist da eben noch – Karneval. Das schreit nach vielen Trinkgelegenheiten. Deshalb habe ich mir in den letzten Tagen ziemlich genau überlegt, wie es mit mir und dem Alkohol weitergehen soll.

Ich möchte nicht gänzlich drauf verzichten – aber ich möchte darauf achten, wie oft es vorkommt. Das habe ich bisher nie getan. Da gab es hier mal einen Cocktail, da mal ein Feierabendbier und zwischendurch mal ein Weinchen. Ich hatte keinen Überblick. Und das finde ich nicht nur bezüglich Zucker gefährlich – auch wenn in einem Glas Caipi 300 Kalorien stecken – das sind 100g Pommes oder fast ein Kilo Erdbeeren. Auch die einschleichende Gewohnheit gibt mir zu denken. Schließlich sterben jeden Tag Schätzungen zufolge in Deutschland rund 200 Menschen an den Folgen ihres riskanten Alkoholkonsums. Das sind ungefähr 74.000 Todesfälle im Jahr.

Mein Plan ist also: Alkohol ja – aber in Maßen. Als Genussmittel eben. Denn das soll es ja eigentlich auch sein. Und statt Weinchen zu trinken, habe ich letzte Woche mit zwei Freundinnen Nosugar-Food gekocht. Yum!hose.png

Ich habe euch ja bereits von meinem Schlanke Jeans Moment erzählt. In meinem Kleiderschrank befinden sich aber natürlich noch einige andere Sachen. Unter anderem auch Hosen, die zwar passen, aber nicht richtig gut sitzen. Wie zum Beispiel meine Boyfriendjeans. Die ich nie als solche getragen habe. Bei mir saß sie immer recht, naja, knackig eben. Gestern war dann wieder so ein Tag, an dem ich mir dachte Hey, probier sie doch einfach nochmal an. Und da war sie. Meine erste, richtig sitzende Boyfriendhose.

Und weil ich mittlerweile nur noch 3 Hosen habe, die gut sitzen, müssen wir heute leider shoppen gehen – so ein Ärgernis! Und a propos Ärgernis, ich habe mich diese Woche darüber geärgert, dass ich die -6Kg einfach nicht knacke. Aber heute Morgen war es dann endlich soweit.

Sechs Kilo sind runter. Und das macht mir noch einmal klar: An aufhören ist gar nicht zu denken! Die erste Woche nach der Challenge hat mir noch einmal bestätigt, dass die harte Arbeit sich lohnt. Und statt Angst zu haben rückfällig zu werden, habe ich jetzt eher Angst um mein Portmonee – das nimmt gerade nämlich auch stark ab.

2 Kommentare

  1. Liebe Serin,

    ach wie toll ist das denn?! Du machst das ganz wunderbar! Bin gespannt, wie es bei Dir und dem Zucker weiter geht. Doch ich bin da ganz positiv gestimmt.

    Liebe Grüße,
    Marion

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