Tag 20 – DIY Zuckerkosmetik

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Als ich neulich in meinen Küchenschrank geguckt habe und da noch ein Gläschen weißen Haushaltszucker und eine Tüte Vollrohrzucker entdeckt habe, habe ich überlegt, was ich damit jetzt eigentlich anstellen soll. Denn ich bin ein großer Gegner von einfach wegschmeißen. Zu uns nehmen wollen wir die süßen Kristalle nicht mehr, aber wir können die Reste trotzdem verwerten. Mit Zucker lässt sich nämlich allerlei Kosmetik selber machen. Und wer mir schon länger folgt, der weiß, dass ich fast ausschließlich selbstgemachte Kosmetik benutze (die einzige Ausnahme sind meine Körperseifen, die aber zu 100% natürlich sind). Und es gibt tatsächlich einige Dinge, die wir aus Zucker machen können.

Das naheliegendste ist das sogenannte Sugaring.  Es handelt sich um eine Zuckerpaste, die man zum Entwachsen benutzt. Man braucht sich kein Warmwachs oder Kaltwachsstreifen in der Drogerie zu kaufen. Diese Masse lässt sich nämlich auch einfach selber mixen. Im Internet habe ich verschiedene Rezepte gefunden. Meistens wird es so gemischt:

diy-zuckerpasteDie fertige Paste wird dann so warm wie möglich auf die entsprechende Stelle in Wuchsrichtung aufgetragen – am besten mit einem Spachtel oder Löffel. Dann legt man einen Stoffstreifen drauf, drückt ihn gut an, wartet einen Augenblick und zieht das ganze ratzfatz entgegen der Wuchsrichtung wieder ab. Wichtig ist, dass man Reste, die an der Haut kleben bleiben, nur mit Öl entfernt. Wasser oder Alkohol bitte nicht verwenden. Ich bin ganz ehrlich – ich bin eine Memme und zu schmerzempflindlich fürs Waxing. Aber ich verspreche, dass ich es mit der selbstgemachten Sugarpaste trotzdem demnächst mal ausprobieren werde. Eine Challengerin hat mich übrigens darauf gebracht und testet das jetzt mal für uns – Danke!

Eine schmerzfreiere Variante Kosmetik aus Zucker zu machen, die ich auch schön öfter mal gemacht habe, ist das Zucker-Peeling. Auch da gibt es natürlich viele Rezepte. Zwei, die sich bewährt haben, stelle ich euch heute vor.

DIY ZUckerpeeling.pngIhr wundert euch vielleicht, warum ich als Alternative Honig angebe. Der Text zu den Süßungsalternativen kommt morgen, aber ich kann euch heute schon mal verraten, dass auch Honig nicht so gut wegkommt. Deshalb verwende ich ihn momentan lieber auf der Haut. Honig ist übrigens auch toll als Lippenpflege. Und apropos Lippenpflege – die sind ja im Winter immer besonders trocken – das Zucker-Peeling eignet sich auch wunderbar für die Lippen. Wenn es etwas gröber sein darf, dann kann man auch Rohrzucker nehmen.

Und weil alle guten Dinge drei sind, kommt jetzt noch ein weiteres Rezept. Jetzt geht es um die Haare. Seitdem ich meine Haare nur noch mit Nopoo wasche, schmiere ich mir danach auch nix mehr daran. Wenn es aber doch mal ein bisschen fester sein soll, kann man sich Haarspray aus Zucker machen – Punks werden wissen, wovon ich spreche.

diy-zucker-haarsprayDas ganze lässt sich angeblich auch mit Honig machen. Ich kenne es bisher nur mit Zucker. Mit der Menge, die man braucht, muss man sich ein bisschen eingrooven, damit das Haar nicht einfach verklebt.

Ich benutze das eher selten, weil ich mich mittlerweile daran gewöhnt habe, dass meine Haare machen, was sie wollen. Wenn es aber mal schicker sein soll, dann ist dieses Haarspray eine gute Sache.

Wer hätte gedacht, dass Zucker doch so nützlich sein kann? Mit diesen Rezepten kann man den vorrätigen Zucker nicht nur super aufbrauchen, sondern man pflegt seinen Körper auch noch auf natürliche Weise.

Ich bin echt gespannt über eure Erfahrung mit der Zuckerkosmetik.

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2 Kommentare

  1. Liebe Serin,

    schön, dass du eine tolle Verwendung für den Zucker gefunden hast. Ich habe ab März auch eine zuckerfreie Zeit gestartet. Ich hätte allerdings Bedenken eine Zuckerpaste als Peeling zu benutzen, weil ich denke, dass die Inhaltsstoffe, die man auf die Haut aufträgt auch in die Haut und dadurch in den Körper gelangen. Und dann würde ich für mein Empfinden auch wiederum Zucker konsumieren. Das ist jetzt nur mein Empfinden und sollte dir nur eine andere Betrachtungsweise zeigen. Wie machst du momentan weiter mit deinem „zuckerfrei“ im Allgemeinen? Ich lese mich gerade durch deinen Blog und finde es spannend. Danke. Liebe Grüße Nina

    • Serintogo

      Liebe Nina,
      Danke für deine lieben Worte. Ich bin mir nicht sicher ob Zucker über die Haut aufgenommen werden kann. Das wär natürlich Käse. Wie verwendest du die Reste?
      Ich bin und bleibe zuckerfrei. Bald ist ein halbes Jahr geschafft. Dann gibt es wieder einen Beitrag dazu. Liebe Grüße Serin

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