Tag 9 – Bodylanguage

Wie gut kennst du deinen Körper? Ich bin mit meinem ziemlich oft im Clinch. Zu dick, zu schlaff, hier ein Wehwehchen, da ein Wehwehchen. Nach einigen Tagen der #30TageohneZucker Challenge und viel viel Lesen, schäme ich mich ein bisschen. Denn ich bin meinem Körper zu tiefstem Dank verpflichtet, da er mich in den letzten 30 Jahren ziemlich gut ausgehalten hat. Da ich bisher keine schlimmeren, chronischen Krankheiten habe. Und das, obwohl ich nicht immer gut zu ihm war. Wenn man sich mal überlegt, was ein Körper so mitmacht, dann muss man ziemlich schnell einsehen, dass er ein ganz schön harter Brocken ist. Zig Diäten, blaue Flecken, Brüche, Fressorgien, Alkoholexzesse und sehr viel Stress. Aber er bleibt robust.

zuckerkrankheitenNoch! Denn auch ein gesunder Körper, kann Umwelteinflüsse, schlechte Ernährung und wenig Bewegung auf Dauer nicht stämmen. Als ich heute zu dem Thema Zucker und Krankheiten recherchiert habe, habe ich schon geahnt, dass da nichts Gutes bei rumkommen kann.

Aber gerade die Schäden, die Zucker im Gehirn hinterlassen kann, haben mich zutiefst schockiert. Weil ich glaube, dass bei Alzheimer oder Depressionen bestimmt selten die Ernährung hinterfragt wird. Gerade wenn ich an Pflegeeinrichtungen denke, möchte ich mir gar nicht ausmalen, was Patienten dort zu essen bekommen, ohne Einfluss darauf nehmen zu können.

Auch Herzinfarkte oder Schlaganfälle werden nur selten auf Zuckerkonsum zurückgeführt. Ist ja auch schwierig, wenn es noch viele andere Ursachen geben kann. Wenn man jetzt aber weiß, wohin uns Zucker führen kann, können wir dann noch genüßlich in einen Donut beißen?

Viele werden jetzt sagen klar, denn keiner bekommt einen Herzinfarkt, nachdem er etwas Süßes gegessen hat. Das ist eben das fatale. Zucker schleicht sich langsam ein. Und zwar so langsam, dass du gar nicht auf die Idee kommst, dass die weißen Kristalle Schuld an irgendwelchen Erkrankungen sein könnten – außer vielleicht bei Karies. Und dann ist da noch dieses mir passiert sowas sowieso nicht. Schlimmere Erkrankungen kennt man nur aus dem Fernsehen oder aus dem weit entfernten Bekanntenkreis. Man glaubt nicht, dass einen sowas mal selber treffen könnte. Sonst würde schon lange keiner mehr rauchen, Alkohol trinken oder eben Zucker essen. Und dann passiert es doch – und das Geheule ist groß. Weil alles so unerwartet kam und man einfach nicht versteht, warum ausgerechnet man selber erkrankt ist.

Wir müssen anfangen unseren Körper zu verstehen. Signale zu deuten. Unsere eigene Bodylanguage zu sprechen. Was braucht unser Körper und was braucht er nicht? Wie viel kann ich ihm zumuten und wann ist es genug? Darf ich auf ihn sauer sein, wenn er krank wird oder übernehme ich endlich die Verantwortung für uns beide?

Wir sind auf einem sehr guten Weg, das Risiko zu all den oben aufgeführten Krankheiten zu minimieren und ein gesünderes, glücklicheres Leben zu leben – ohne Zucker. Unser Körper wird es uns danken.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.