Tag 2 – Ausgezuckert! 

Lieber Zucker,

wir müssen reden. Also, es fällt mir wirklich nicht einfach. Schließlich sind wir schon lange zusammen. Und du bist echt süß und verführerisch.Wir haben gute und schlechte Zeiten hinter uns. Aber leider überwiegen die schlechten in letzter Zeit häufig. Und überwiegen meine ich ganz wörtlich. Du bist echt eine Klette geworden. Nein, sogar ein richtiger Stalker. Dieses Versteckspiel in den Lebensmitteln muss aufhören! Das macht mich krank – Du machst mich krank! Und deshalb müssen wir ab sofort getrennte Wege gehen.

Also Süßer, es ist aus!

So ungefähr habe ich Sonntagabend in meinem Kopf mit meinem Sugarboy Schluss gemacht. Aber ihr wisst wie das ist. Schluss machen bedeutet noch lange nicht, dass man sofort über die Beziehung hinweg is(s)t. Plötzlich kommen einem nur die schönen Seiten in den Kopf. Die leckeren kleinen Küchlein, die zarte Mousse au Chocolat, die spritzige kalte Limonade. War das wirklich alles so falsch? Kann Sünde so gut schmecken? Aber bevor ich es mir nochmal anders überlege, muss gehandelt werden.

Und das geht am besten nach dem Motto: Aus den Augen, aus dem Sinn. Der Zucker muss weg! Raus aus der Küche. Aber wohin? Wir wollen seinen Krempel natürlich nicht einfach wegschmeißen. Deshalb müssen wir alles klug verteilen. Süßigkeiten kann man z.B. perfekt mit auf die Arbeit nehmen – bei mir funktioniert das zumindest sehr gut. Auf meine Kollegen ist Verlass! Andere Dinge wie Konserven oder Fertigsaucen kann man in Foodsharing-Gruppen bei Facebook loswerden. Was nicht mehr in Kühlschrank oder Schränken liegt, kann auch nicht bei einer Heißhungerattacke gegessen werden.

Frisch getrennt hilft außerdem Ablenkung, Ablenkung, Ablenkung. Das effektivste wäre natürlich Sport. Und es steht auch ganz oben auf meiner Liste. Aber hey, eins nach dem anderen. Schließlich muss ich House of Cards noch zu Ende gucken. Jetzt ist also Zeit für all die Sachen, die ihr sowieso schon erledigen wolltet. Sei es Aussortieren, einen Schal stricken, stundenlang meditieren oder eine neue Sprache lernen. Hauptsache es geht in unserem Kopf nicht den ganzen Tag um Zucker.

Und dann heißt es ab sofort: Beuteschema wechseln. Nur weil wir nicht den ganzen Tag an Zucker denken wollen, heißt das noch lange nicht, dass wir uns nicht mit unserem Essen befassen sollen. Im Gegenteil. Während der #30TageohneZucker Challenge ist die Auseinandersetzung mit unseren Mahlzeiten essentiell. Wir wollen schließlich endlich wissen, was wir zu uns nehmen und was es mit uns macht.

Ich habe von euch heute einige leckere Frühstücksbilder bekommen. Trotzdem gehen einem die Ideen aus. Also habe ich eine Pinterest-Pinnwand für die Challenge erstellt. Auch ein guter Weg sich abzulenken! Hier sammle ich alles rund um die Challenge. Motivationspins, Rezepte und Tipps.

Der Sugarboy ist hartnäckig und wird immer wieder versuchen in unser Leben einzudringen. Wir müssen stark sein, das Liebesgesäusel abwehren und uns ja nicht verführen lassen. Da kann er noch so sweet sein. Es hat sich ausgezuckert!

Zwei Tage nach der Trennung kommt das auch so langsam in meinem Kopf an. Habe ich mich heute morgen noch ziemlich gerädert gefühlt – fühle ich mich am Nachmittag besser, leichter und ausgeglichener. Manchmal tut eine Trennung eben gut.

Habt ihr auch schon richtig Schluss gemacht?

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