TAG 30! #30Tageungeschminkt

Tag30Tag 30! Wir haben es tatsächlich geschafft! 30 Tage ungeschminkt. 30 Tage Natur pur! 30 Tage einfach die sein, die wir sind. Ohne Make-up, ohne Chichi!  Und jetzt will ich unsere Reise noch einmal zusammenfassen. Noch einmal durchgehen, was wir erlebt haben. Hinter den Links findet ihr die passenden Texte.

Das erste öffentliche Abschminken war schon ein bisschen merkwürdig, habe ich doch auf Snapchat vorher immer nur Smoothies oder den Dom gepostet. Aber ich wollte alles offen und ehrlich machen. Und so nahm die Challenge ihren LaufTag1

Das größte Problem, das ich am zweiten Tag hatte, waren meine Pickel. Das Haus verlassen ohne Concealer? Vor 30 Tagen für mich noch undenkbar. Aber es musste eben sein. Und als ich mich einmal überwunden hatte, war die Pickelkrise auch ziemlich schnell gegessen.

Das Schönste an der Challenge ist für mich aber, dass ich nicht alleine war. Nur weil ihr mitgemacht habt, hat es überhaupt so viel Spaß gemacht. Ihr habt mich so richtig motiviert. Und zwar von Tag 1 bis heute. Und dafür möchte ich mich heute ganz aufrichtig bedanken!

Tag4Und als ich gemerkt habe, dass ihr hinter mir steht, da wollte ich es so richtig wissen. Also habe ich eine Kampfansage geschrieben!  Vielen war trotzdem noch nicht klar, warum ich das überhaupt mache bzw. mir sowas antue. Das habe ich dann hier noch einmal zusammengefasst.

Schnell habe ich gemerkt, dass es mir nicht nur um Schminke ging, sondern es ging um Gefühle, um Selbstbewusstsein, darum sich selber zu lieben. Nicht darum, was Männer wohl denken, wenn ich ungeschminkt rumlaufe. Und auch, wenn ich mich an manchen Tagen nicht schön gefühlt habe, habe ich einen Weg für mich gefunden, damit umzugehen. Für mich startete schon in der ersten Woche eine kleine Revolution, nein, eine Cremevolution!Tag7

Und plötzlich war es nicht mehr nur die Schminke, die ich nicht mehr tragen wollte. Nach und nach stellte ich fest, dass alle Kosmetikprodukte, die ich täglich verwende, zugebombt mit Chemikalien waren. Ab dem Zeitpunkt hatte ich kaum noch Angst davor, dass ich an einem Tag cheaten würde, obwohl das in der Community ein großes Thema war. Ist ein Mal Wimperntusche erlaubt? Darf ich mir wenigstens meine Augenbrauen nachmalen?Tag20

Als ich das erste Mal ohne Schminke abends weggegangen bin, war es schon komisch, aber ich habe dann ziemlich schnell vergessen, dass ich überhaupt ungeschminkt war. Und wie Challengerin Giulia schon sagte: dann verläuft beim Tanzen wenigstens die Schminke nicht. Pandaaugen adé!

Nach gut einer Woche habe ich mich an das Ungeschminktsein längst gewöhnt. Und ich fing an mich näher mit alternativen Kosmetikprodukten zu befassen. Vor allem Kokosöl hatte es mir schon lange angetan. Und mittlerweile lasse ich kaum was anderes an meine Haut.Tag9

Jeden Tag habe ich neue Artikel über die Kosmetikindustrie gelesen, habe mir Dokus auf Youtube angeschaut und hatte schließlich das Gefühl, dass die ganze Welt uns vergiften will. Und ich beschloss, dass ich das nicht mehr möchte. Dass ich wissen will, was ich mir täglich ins Gesicht schmiere.

Tag13Einige sagten mir daraufhin, dass meine Einstellung zu dem Thema schon sehr extrem und öko wäre. Aber ich brauchte diesen Cut. Die Trennung von all den Produkten, die mir nicht gut tun. Ich war entschlossen der Kosmetikindustrie und dem ganzen Schönheitswahn den Rücken zu kehren. Wie ihr wisst, ist es mir trotz all dem Wissen über Chemikalien und Kapitalismus nicht leicht gefallen, den Müllsack mit all dem Zeug endlich wegzuschmeißen. Und ja, er steht hier noch. Und nach und nach finde ich immer noch Sachen, die ich rein schmeiße. Manchmal krame ich auch nochmal etwas raus, um mich zu vergewissern, was ich da alles benutzt habe.

Das Wichtigste für mich ist, dass ich Alternativen zu all meinen verseuchten Produkten gefunden habe.  Alternativen mit natürlichen Inhaltsstoffen, ganz ohne Gedöns. Und seitdem fühle ich mich sicher. Jedes Mal, wenn ich mir das Gesicht eincreme oder mir die Haare einseife.
Am Ende ging es nicht einfach nur noch um einen zu dicken Lidstrich oder den Make-up-Rand.

Tag5Die #30Tageungeschminkt-Challenge hat etwas mit mir gemacht, dass ich vorher nicht für möglich gehalten hätte. Sie hat mich näher zu meinem Ich gebracht. Sie hat mir gezeigt, was mir wirklich wichtig ist im Leben. Sie hat mein Selbstbewusstsein gestärkt, meinen Lebensstil verbessert und die Einstellung zum Leben in meinem Kopf neu programmiert.

Tag28Sie hat mir außerdem gezeigt, wie wichtig der Austausch mit anderen ist. Mit euch! Ihr habt mir so unfassbar viel Zuspruch gegeben. Einige haben mir ganze Essays geschickt. Andere haben mir Artikel zukommen lassen, die sie zu dem Thema gefunden haben. Ich habe unzählige Fotos erhalten, auf Snapchat, Whatsapp oder Facebook – von wunderschönen ungeschminkten Frauen. Ihr habt mir Tipps gegeben und mich motiviert durchzuhalten, wenn ich dachte, dass ich das ganze nicht durchziehen kann. Egal, ob wir uns kennen oder nicht. Und das beeindruckt mich wirklich! Auf euch ist einfach Verlass.

Heute an Tag 30, hat mich eine Leserin, die ich nicht kenne, bei Instagram markiert, weil sie sich die Inhaltsstoffe eines Produktes mal genau angesehen hat. Und, wenn ich das erreicht habe, dass einige einfach mal genauer hingucken, dann ist das mehr, als ich mir je erträumt hätte!

Viele haben mich gefragt, wie es jetzt weiter geht. Ob ich mich jetzt einfach wieder schminke und alles so sein wird, wie vorher. Was wirklich passieren wird, kann ich nicht sagen, da will ich ganz ehrlich sein, aber ich wünsche mir, dass ich es schaffe weiter auf Make-up zu verzichten. Dass sich mein neues Selbstbewusstsein noch weiter aufbaut, denn nie habe ich mehr Komplimente für meine Ausstrahlung bekommen, als in den letzten 30 Tagen. Und bei den natürlichen Produkten werde ich bleiben und werde euch diesbezüglich auf dem Laufenden halten.

Und hier stehe ich nun. Am letzten Tag der Challenge und winke mit einem Kosmetiktuch. Danke!

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