TAG 28 / Nimm das!

Tag28Tagelang habe ich euch jetzt erzählt, welche Kosmetikprodukte ich nicht mehr benutzen will, weil sie gefährliche Chemikalien enthalten. Der Schock sitzt immer noch tief und ich war anfangs wirklich verunsichert. Aber während dieser Zeit habe ich mich natürlich auch darum gekümmert, Produkte zu finden, die ich jetzt alternativ benutzen kann. Nach reichlicher Recherche habe ich Rezepte oder Produkte gefunden, die aber nicht nur eine gute Alternative sind, sondern die mich wirklich überzeugen. Jetzt will ich meine Erkenntnisse mit euch teilen.

Shampoo? Nopoo!

Fangen wir oben an. Die Inhaltsstoffe von handelsüblichem Shampoo haben mich fast am meisten schockiert – nur Schminke war krasser. Shampoo enthält Erdöl (kann Allergien hervorrufen), Sulfate (reizt Augen und Schleimhäute – steht in Verdacht krebserregend zu sein), Diethanolamin (kann das Erbgut verändern), Tenside (krebserregend), Parabene (kann in den Hormonhaushalt eingreifen), DMDM Hydantoin (setzt Formaldehyd frei) und Silikone (versiegeln nicht nur das Haar, sondern auch die Kopfhaut. Dadurch können Schadstoffe nicht mehr austreten. Die Folge sind Hauterkrankungen wie Neurodermitis). Jedes Shampoo das ich gescannt habe, enthält jeweils ein paar dieser Gifte. Diese Vergiftung passiert nicht von heute auf morgen, aber niemand weiß genau, wie der Körper im Laufe der Zeit auf die Giftstoffe reagiert.

NoPooDie erste Alternative, die ich zu Shampoo gefunden habe, ist Roggenmehl. Das klingt jetzt merkwürdig, aber es funktioniert ganz wunderbar. Ich nehme für meine Haarlänge 3 EL Roggenmehl und mische es mit lauwarmen Wasser, bis es eine gelartige Konsistenz bekommt. Dann einfach wie Shampoo einmassieren und gründlich auswaschen. Das Haar muss sich ca. 2 Wochen umgewöhnen. Schließlich muss die ganze Chemie erstmal raus. Wer möchte, der kann noch eine saure Rinse als Spülung verwenden. Dazu einfach 1 Liter kaltes Wasser mit 2 EL Apfelessig mischen und über das Haar geben. Anschließen auch auswaschen. Ich verzichte meistens darauf, da ich sowieso Naturlocken habe und die schöner sind, wenn die Haare etwas kraus sind. Durch das Nopoo sehen meine Haare echt anders aus – faszinierend!

SheaIn your face!

Weiter geht es mit dem Gesicht. Über meine Liebe zu Kokosöl habe ich ja schon einen ganzen Text verfasst. Noch immer ist Kokosöl einer meiner Favoriten für mein Gesicht. Oft wird bemängelt, dass man dann so sehr glänzt. Ja, das kann ich verstehen. Ich massiere das Öl in mein feuchtes Gesicht ein und trockne es dann ab. Danach glänzt es nicht mehr ganz so doll. Als Alternative kann ich reine Sheabutter empfehlen. Die Konsistenz ist gewöhnungsbedürftig, weil sie sehr fest ist. Aber das Ergebnis überzeugt: Glatte und weiche Haut, die strahlt!

Zahnpastalächeln!

ZahnpastaAuch die Inhaltsstoffe von Zahnpasta haben mich nachdenklich gestimmt. Schließlich steht auf den Tuben immer, dass Zahnpasta nicht runtergeschluckt werden darf. Spricht ja eigentlich schon dafür, dass sie giftige Substanzen enthält, die nicht in den Körper dürfen. Über die Schleimhäute im Mund nehmen wir aber mindestens genauso viele Giftstoffe auf, wie im Magen oder Darm. Warum lasse ich dann also überhaupt Gift in meinen Mund? Konkret geht es um Fluoride. Immer wieder liest man, dass die Dosis das Gift mache. Und deshalb wurden hohe Dosen von Fluorid gerne als Rattengift oder Pestizide eingesetzt. Und von so einem Gift möchte ich selbst kleine Dosen nicht in meinen Mund lassen. Zahnpasta aus dem Biomarkt enthalten meistens keine Fluoride. Ich habe mir Zahnpasta aus Heilerde und Natron selber gemacht. 50/50 gemischt. Da mir der minzige Geschmack fehlt, benutze ich diese bisher nur abends. Morgens verwende ich momentan die Zahnpasta von Ajona ohne Fluoride.

DEOJuckt mich nicht!

Viele Deos stehen seit langer Zeit wegen des Aluminiumgehalts in der Kritik, da Aluminium das Brustkrebsrisiko erhöhen soll. Aluminium verschließt die Achselhöhlen, was dazu führt, dass Schadstoffe nicht mehr ausgeleitet werden können, sondern sich in den Lymphen absetzen. Das Lymphsystem ist quasi die Körperpolizei. Angriffe durch Schadstoffe können Folgen für alle Organe haben. Viele Kosmetikfirmen haben deshalb mittlerweile Deos ohne Aluminium auf den Markt gebracht. Da ich momentan aber alles selber mache, habe ich es auch mit Deo probiert. Dazu nehme ich 2 TL Natron, 2 TL Tapiokastärke, 3 TL Kokosöl, 10 Tropfen ätherisches Öl (ich habe Zitrone genommen, oft wird Limette empfohlen). Alles mischen und in ein Gefäß mit Deckel füllen. Noch bin ich in der Testphase. Bisher bin ich aber sehr zufrieden. Aber auch beim Deo muss der Körper sich erst umstellen.

MannaSchaumparty!

Da ich im Herbst vier Wochen durch Asien reise, mache ich mir jetzt schon Gedanken, wie ich 1 kg Roggenmehl gut transportieren soll. Auch über Duschgel-Ersatz habe ich lange nachgedacht. Schweiß ist wasserlöslich, was bedeutet, dass der Mensch eigentlich kein Duschgel braucht. Aber das kann ich nicht. Durch eine Freundin habe ich von Seifen erfahren, die es für Haut und Haare gibt und die keinerlei Chemie enthalten, sondern aus 100% natürliche Inhaltsoffen bestehen. Ich habe mir zwei Seifen von Manna bestellt. Und ich bin wirklich begeistert. Sie riechen gut, meine Haare glänzen, meine Haut fühlt sich rein und frisch an. Die Seife für den Körper benutze ich auch als Reinigungsseife für das Gesicht – die Firma bietet aber auch extra Seifen für das Gesicht an, die ich demnächst auch noch ausprobieren möchte.

Vor 4 Wochen hätte ich nicht gedacht, dass mich die #30Tageungeschminkt-Challenge so verändern würde. Die Inhaltsstoffe auf meinen Kosmetikprodukten haben mich wirklich schockiert. Aber nach der kurzen Ohnmacht, ist es ein tolles Gefühl gesunde Alternativen zu finden. Auf Chemie zu verzichten ist so viel einfacher, als ich es mir vorgestellt habe. Es macht Spaß zu sehen, wie mein Körper sich umstellt und regeneriert. Und ich staune, wie wenig ich wirklich brauche und wie viel Geld ich spare. Aber das wichtigste ist das Gefühl. Ich fühle mich befreit und gesund. Und das macht mich glücklich!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.