L-O-V-E

IMG_3626Liebe. Love. Amour. Amor. Amore. Manchmal frage ich mich ob man Liebe verlernen kann. Wenn man schon lange nicht verliebt war, dann weiß man irgendwann gar nicht mehr wie das so ist. Dieses Gefühl. Dieses Kribbeln. Das Dauergrinsen. Immer an jemanden zu denken. Innige Verbundenheit. Vertrauen. Sich fallen lassen. Hingeben. Zu hundert Prozent.

Liebe ist wahrscheinlich das einzige Ziel im Leben, das man nicht beeinflussen kann. Du willst viel Geld verdienen? Dann setz dich auf deinen Hintern und tu was dafür. Du willst fit sein? Dann ab ins Gym. Du willst geliebt werden? Dann hast du leider Pech gehabt. Denn du kannst niemanden zwingen dich zu lieben und du kannst auch niemanden zwingen es nicht zu tun. Und das macht uns wahnsinnig. Macht uns regelrecht fertig. Kaum ein Gefühl ist schlimmer und unerträglicher als unerwiderte Liebe. Und trotzdem kann niemand etwas dafür. Gefühle sind eben da oder nicht. Sich einzureden jemanden nicht zu lieben funktioniert genau so gut, wie seinen Muskeln einzureden, sie würden auch ohne Training wachsen.

Aber wie entliebt man sich dann am besten? Abstand? Kontaktsperre? Ablenkung? Kann man sich wirklich entlieben? Oder bleibt am Ende nur die Zeit, die mal wieder alles richten muss? Und ist es überhaupt wirklich immer Liebe? Oder haben wir manchmal einfach nur Lust zu denken, dass wir in love sind, damit wir jemanden haben, an den wir denken können? Also Ersatzliebe quasi. Ist das eine Lösung für Ungeliebte? Pseudoliebe?

Woher weißt du, dass es wirklich Liebe ist? Und fühlt sich Liebe immer gleich an? Kann es wirklich Liebe sein, wenn jemand alle drei Monate einen neuen Partner hat? Und wieso wollen wir überhaupt unbedingt lieben? Warum genügen wir uns selber nicht? Müssen wir uns nicht erst mal selber lieben können, bevor wir unsere Gefühle mit jemand anderem teilen? Ein kleiner Hauch Narzissmus?

Nein das genügt uns nicht. Wir teilen scheinbar gerne. Und zwar alles. Unser ganzes Hab und Gut. Unsere Gedanken. Unsere Probleme. Unsere Ängste. Unseren Körper. Unser gesamtes Leben. Wir wollen ein Wir sein. Das scheint in uns verankert zu sein.

Umso schlimmer, wenn es einem verwehrt wird. Aber anstatt wie ein Irrer durch die Gegend zu laufen und nach der oder dem Einen zu suchen, müssen wir wohl endlich mal chillen. Du kannst die Suche nicht beschleunigen. Eigentlich kannst du gar nichts tun.

Und da man Liebe also nicht beeinflussen kann, kann man sie wohl weder lernen noch verlernen. Immerhin. Eine Sorge weniger.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.